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Depression - die unsichtbare Krankheit


Veröffentlicht am 30.09.2017, 10:47 Uhr, von Franziska Papke im Themenbereich Pflege Medizin und Gesundheit

Am 7. Oktober ist Europäischer Tag der Depression. Anlässlich dieser heimtückischen und oft unerkannten Krankheit möchten wir im heuten Samstag-Blog über dieses wichtige Thema berichten.
In Deutschland erkranken jährlich 2-3 Prozent der Bevölkerung erstmalig an einer Depression. Derzeit geht man von ca. 4 Mio. Erkrankten aus, doch die Dunkelziffer ist weit höher da sich nicht jeder Erkrankte zum Arzt traut. Das Risiko einmal im Leben an einer Depression zu erkranken liegt in Deutschland, den USA und dem restlichen Europa bei ca. 20 Prozent. Dies bedeutet, dass jeder 5. Bürger einmal in seinem Leben unter den oft diffusen Symptomen leidet und das völlig unabhängig vom Alter. Die Zahlen sind erschreckend und spiegeln wider, in welcher Gesellschaft wir heutzutage leben. Leistungsdruck, Überforderung im Alltag - privat sowie beruflich sind nur zwei der vielen Auslöser.

Doch was genau ist eine Depression?

Depressive Verstimmungen auf Grund von alltäglichen Belastungen, sowie psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen treten bei fast jedem Menschen auf. Manchmal ist man "deprimiert" weil ein persönliches Ziel nicht erreicht oder weil man von einer anderen Person enttäuscht wurde, manchmal ist auch das Wetter an der Verstimmung schuld und an anderen Tagen ist man grundsätzlich unzufrieden mit sich selbst. Positiv gestimmte Menschen schaffen es recht schnell aus dieser Phase wieder auszubrechen und sich und ihr Leben nicht weiter davon beirren zu lassen. Gefährlich wird es, wenn Menschen aus diesem "Tief" nicht mehr ausbrechen können, sei es durch die alltägliche Überlastung oder erlebte Traumata.

Eine Depression, im medizinischen Sinne, ist jedoch etwas völlig anderes als eine Phase dieses Stimmungstiefs und bedarf, wie jede andere Erkrankung auch, einer Behandlung durch Fachpersonal. Depression ist eine ernste Erkrankung welche über eine Periode von mindestens 14 Tagen anhält. Menschen sind in ihrem Fühlen, Handeln und Denken stark beeinträchtigt. Auch Störungen von Körperfunktionen können auftreten und den Betroffenen noch mehr seelisch belasten. In einigen Fällen kommt es zu Selbstmordgedanken sowie Selbstmord, wenn Erkrankte nicht mehr weiterwissen und die Krankheit durch Ärzte und Psychopharmaka nicht therapiert wird.

Wie können Angehörige helfen?

Erkrankt ein Mensch an einer Depression, bedeutet dies nicht nur eine extreme Belastung für ihn selbst sondern auch für seine Mitmenschen. Am wichtigsten ist, Verständnis für die erkrankte Person zu haben und sie mit Positivität zu stärken, sowie bei alltäglichen Aufgaben zu unterstützen. Sensibilisieren Sie ihr Umfeld für das Thema und erstellen Sie gemeinsam mit dem Betroffenen einen Plan für zu erledigende Tätigkeiten für eine verbesserte Tagesstruktur, welche er gut meistern kann. Informieren Sie sich über die Erkrankung und holen Sie Hilfe, wenn sie merken das die erkrankte Person rückfällig wird oder Medikamente ohne Anraten des Arztes abgesetzt werden. Schenken Sie viel Unterstützung, Zeit, Liebe und hören Sie zu.

Die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeitsdauer beträgt im Schnitt 38.1 Arbeitstage (Source: Statista). Nach der Rückkehr in die Arbeitswelt und das "normale" Leben, können Betroffene oft nur durch kleine Schritte in den Alltag zurückkehren und stehen unter ständiger Beobachtung. Medikamente, wie z.B. Antidepressiva sind für die Langzeitbehandlung unerlässlich. Doch setzt dies voraus, dass der Erkrankte diese auch regelmäßig einnimmt. Tut er dies nicht, droht ein Imbalance der Botenstoffe im Gehirn, diese geraten durcheinander, die Symptome kehren zurück und der Patient macht zusätzlich einen Entzug durch, welcher sich in Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Angstzuständen bemerkbar macht.

Auf der Homepage der deutschen Depressionshilfe findet man viele nützliche Informationen rund ums Thema, einen Selbsttest sowie eine Hotline zur Beratung: Deutsche Depressions Hilfe


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